San Carlos de Bariloche ist eine Stadt in Argentinien in der Provinz Río Negro. Sie liegt am Fuße der Anden und ist von Seen (Nahuel Huapi, Gutiérrez, Mascardi) und Bergen (Tronador, Catedral, López) umgeben. Sie ist mit heute etwa 105.000 Einwohnern die größte Stadt der Provinz und ist wegen ihrer Lage in einer grünen Berglandschaft ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum mit einer Besucherzahl von bis zu einer Million Touristen pro Jahr. Der Ort ist berühmt für sein Skigebiet am Cerro Catedral aber auch für die schöne Landschaft, die zum Klettern und Wandern einlädt.
Der Name Bariloche kommt vom Mapuche-Wort Vuriloche und bedeutet "Menschen, hinter dem Berg" (furi=hinter, che=Menschen). Der Vuriloche-Pass wurde von den Mapuches benutzt, um die Anden zu überqueren und wurde gegenüber den Europäern lange Zeit geheim gehalten.
Die Stadt liegt in einem Tal der südlichen Anden, am Ufer des Sees Nahuel Huapi, der zu den größten Seen des Landes gehört. Der Ballungsraum ist mit einer Vielzahl von Ferienkolonien sehr ausgedehnt und umfasst u.a. die Halbinsel Llao Llao. Südlich von Bariloche liegt der Cerro Catedral, ein bedeutendes Wintersportzentrum.
Die Gebiete rund um den See Nahuel Huapí wurden Ende des 19. Jahrhunderts, nach der Wüstenkampagne des Generals Julio A. Roca, von Siedlern okkupiert. So legten der texanische Cowboy Jarred Jones und der Deutsche Carlos Wiederholdt unabhängig voneinander Siedlungen an. Offiziell gegründet wurde San Carlos de Bariloche im Jahr 1902, die Stadt war zunächst ein Handelszentrum mit dem südlichen Chile. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts zog die Gegend ausländische Besucher an, wie etwa den US-Präsidenten Theodore Roosevelt und den Prinzen von Wales. 1932 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was einen Aufschwung des Tourismus besonders nach dem Zweiten Weltkrieges mit sich brachte. Bariloche machte 1994 im amerikanischen Fernsehen Schlagzeilen als bekannt wurde, daß sich dort der ehemalige SS-Hauptsturmführer Erich Priebke aufhielt. Nicht nur Priebke fand in Bariloche Asyl. Andere Altnazis leben noch immer in Bariloche.
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