
See-Elefanten in Caleta Valdes
Der Südliche See-Elefant ist die größte Robbenart der Welt. In älteren Berichten ist von 9 m langen Bullen mit einem Gewicht von fünf Tonnen die Rede; deren Glaubwürdigkeit ist allerdings fraglich. Bestätigt sind sechseinhalb Meter und dreieinhalb Tonnen. Der Rüssel ist nur 10 cm lang und damit im Vergleich zur nördlichen Art deutlich kleiner.Die großen Kolonien der südlichen Art befinden sich auf folgenden Inseln, die in einem Ring um die Antarktis liegen: Südgeorgien, Kerguelen, Heardinsel, Macquarieinsel. Außerhalb der Paarungszeit findet man umherwandernde Individuen auch an den Küsten Südafrikas, Australiens, Neuseelands, Patagoniens und der Antarktis. Dabei legen Einzeltiere Strecken von bis zu 4800 km zurück. Die Jungen kommen im Oktober zur Welt. Sie werden 20 Tage gesäugt und dann von den Muttertieren allein gelassen.
Die Art war im 19. Jahrhundert ebenfalls starker Verfolgung ausgesetzt, war aber nie so stark bedroht wie der Nördliche See-Elefant. Einst gab es Kolonien auch auf Tasmanien, King Island, den Juan-Fernández-Inseln und auf St. Helena, doch hier wurden die See-Elefanten durch menschliche Jäger ausgerottet. Insgesamt gibt es heute etwa 750.000 Individuen, von denen mehr als die Hälfte auf Südgeorgien lebt.



